When Darkness Falls

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:52 
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Sailin und die anderen beiden hatten ihre Pferde etwas abseits angebunden. Bekleidet mit Umhängen näherten sich die drei dem Menschanauflauf. Sailin zog sich ihre Kapuze etwas tiefer ins Gesicht. Als sie aufsah erblickte die junge Frau den Scheiterhaufen. Das ist barbarisch, murmelte sie leise. Jemanden zu verbrennen war einfach nur grausam. Sie sah den jungen Mann, welcher genau neben dem Pfahl stand. Sein ganzer Oberkörper war zerschunden. Er trug nur eine zerrissene dunkle Hose. Seine mittellangen Haare waren am Ansatz schwarz und wurden etwa ab der Mitte rot. Sulona stand neben ihr und Wahn. Die schwarzhaarige Frau zog die Luft ein als der junge Mann an den Pfahl gebunden wurde. Wahn wir müssen etwas tun, sagte Sailin leise. Wir können doch nicht zusehen wie er verbrannt wird.
Kaum war der zum Tode verurteilte an den Pfahl gebunden standen auch schon drei Männer des Imperators mit Fackeln in den Händen da. Sie senkten diese und hielten sie an den Holzhaufen. Dieser fing sofort Feuer. Sailin sah erschrocken auf und griff nach Wahns Arm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:52 
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Schattenlord
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Als das Holz sich langsam entzündete, warf Fayt einen Blick durch die Runde. Fast auf jeden dieser Gesichter las er Vorfreude und Zufriedenheit. Auf anderen wiederum etwas Furcht.
Einige der Männer des Imperators Grinsten schadenfroh, so dass Fayt am liebsten zu ihnen gegangen wäre um ihnen dieses Grinsen aus dem Gesicht zu wischen. Wäre es ihm Möglich gewesen und würden ihn nicht die Fesseln halten, so hätte er dies durchaus getan. Zu verlieren hatte er ohnehin nichts mehr. Fayt senkte seinen Blick nochmals. Die Flammen züngelten nach seinen Füßen. Es wurde heiß, unerträglich heiß. Warum war er eigentlich hier. Was hatte er getan das es so enden musste? In der Menge nahm er nun drei Personen war die allen Anschein nach ihre Identität geheim hielten. Sie waren vollkommen in braune Kapuzenumhänge gehüllt und hatten sich diese tief ins Gesicht gezogen um einen Blick darauf zu verwehren. Fayt erkannte anhand der Körperformen zwei Frauen und einen Mann.
Das Feuer hatte seine Füße eingehüllt und schlängelte sich nun langsam seine Beine hinauf. Es schmerzte. Er wollte am liebsten Schreien, dennoch verbiss er sich jeden Laut. Er riss seinen Blick vom Feuer los und sah zum Himmel hinauf. Es kam ihm so vor als hätte dieser sich zu diesem Anlass ein passendes Kleid zugelegt. Der Widerschein des Feuers tauchte ihn in Rot. Es wurde immer heißer. Der Schmerz schier unerträglich. Er riss nun doch den Mund auf um einen lautlosen Schrei aus zustoßen. Die Flammen wanderten weiter. Wie lange noch. Wie lange würde sein verfluchter Körper dieser Prozedur standhalten. Der junge Mann wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlichster als endlich zu sterben. Doch je sehr er es sich auch wünschte, den Tod herbeisehnte, er kam nicht. Noch nicht.
Als hätte man ihn verdammt für immer zu brennen. Unruhe brach in der Menge aus.
Die Flammen hatten längst seinen Oberkörper erreicht. Das Atmen war ihm kaum mehr möglich doch er starb nicht. Stattdessen riss er nun seinen Kopf hoch und schrie.
Er schrie seinen Schmerz hinaus. Jeder sollte es nun hören. Einige Leute in der Menge wichen nun zurück. Etwas hier ging nicht mit rechten Dingen zu. Fayt hätte schon längst tot sein müssen, doch er wand sich immer noch in den tosenden Flammen, riss an den Fesseln. Der Geruch von verbranntem Fleisch erfüllte die Luft.
Nach einer schier endlosen Minute lies Fayt einfach locker. Sein Kopf senkte sich.
Er konnte etwas spüren. Die Menge um ihn herum hielt den Atem an. Ihm war es als zählten sie tatsächlich die Sekunden und Minuten bis zu seinem Tod. Doch die Erlösung kam nicht.
Fayt öffnete die Augen. Sein ganzer Körper stand nun in Flammen, doch der Schmerz war einfach abgeklungen. Er spürte nichts mehr. In ihm kam etwas auf. Etwas riss so stark an den unsichtbaren Ketten das sie drohten zu zerspringen. Ein Gefühl überkam ihn so stark das er sich nicht mehr dagegen wehren konnte. Es war die Flamme des Hasses die nun nach seiner Seele züngelte. Hass auf jene die ihn hier her brachten. Hass auf jene die ihn der Hexerei und Ketzerei beschuldigt hatten. Etwas regte sich in seiner Seele. Fayt riss nochmals den Kopf nach oben und stieß einen letzten Schrei aus. Doch was dort wie aus weiter Entfernung an seine Ohren drang, klang nicht als käme aus aus dieser Welt. Seine Sinne schwanden. Die Welt wurde Blutrot und er versank endgültig im Nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:52 
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Sailin hatte nicht mehr hinschauen können und verbarg deswegen ihr Gesicht in Wahns Arm. Als das tiefe Brüllen zu hören war schaute die junge Frau auf. Der junge Mann stand brennend auf dem Holzhaufen. Noch während er brüllte, schrien die Menschen in den ersten Reihen auf. Sie begannen Panik zu bekommen. Etwas war nicht normal. Die Menschen fingen an sich gegenseitig zu stossen und umzureissen. Sailin, welche geradenoch neben Wahn gestanden hatte, wurde einfach zur Seite gedrückt. Plötzlich gab es eine riesige Druckwelle, welche die junge Frau einfach von den Füßen riss. Am Boden liegend merkte sie eine starke Hitze über sich ziehen. Was war da gerade geschehen? Woher war diese plötzliche Druckwelle gekommen? In Sailins Hals begann es zu kratzen. Der Qualm, welcher sich ausbreitete tat ihr im Hals weh. Hustend richtete sich die junge Frau auf. Überall lagen die Leute. Viele husteten und richteten sich benommen auf.
Sailin sah eine Bewegung neben sich. Die junge Frau schaute hin und erkannte Sulona. Die Bogenschützin lag benommen neben ihr und hustete. Hey alles okay?, fragte Sailin vorsichtig. Die Frau richtete sich langsam auf und wischte sich etwas Blut von der Stirn. Ja, murrte sie. Nur unglücklich gefallen. Sailin stand auf und half Sulona auf die Beine. Kaum stand die Frau sah sich Sailin um. Nicht weit von ihnen stand Wahn und schaute auf die Reste des Scheiterhaufens. Wahn? Ist alles okay?, fragte Sailin besorgt und lief zu ihm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:53 
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Wahn hatte sich nach der Druckwelle schnell wieder aufgerichtet. Dann bemerkte er das der junge der vor kurzen noch brannte einfach verschwunden war. Dämonenmagie brachte er hervor. Dann nickte er Sailin zu als diese ihn fragte wie es ihm ging. Geht schon ich bin ohnehin nicht am Leben aber der Kerl ist verschwunden. Er muss in den Wald gerannt sein.

Schatten tanzten vor seinen geschlossenen Augen. Stimmen aus einer anderen Welt drangen in seinen Kopf.
Der Schmerz war verschwunden. Stattdessen erfüllte ihn eine Furchtbare Leere.
War er tot? Ging er gerade den letzten Weg? Er wünschte sich nichts sehnlichster als das er Recht behielt. Das das Schicksal seinen Qualen endlich ein Ende bereitet hatte, doch es sollte nicht so sein. Plötzlich verschwanden all die Dinge die er wahrgenommen hatte. Es war als riss ihn eine unbegreifliche Macht zurück in die Wirklichkeit. Dann kam er. Der Schmerz. Fayt öffnete vorsichtig die Augen. Er begriff nun das die Schatten nur die Flackernden Flammen waren, die rund um ihn herum wüteten. Doch er war nicht mehr auf den Scheiterhaufen gefangen. Der junge Mann lag auf den Boden mitten im Wald. Aber warum? Seine Haut fühlte sich immer noch heiß an. Als würde er noch immer in den Flammen stehen. Als er sich versuchte aufzurichten und sich umdrehte blieb sein Blick auf seinen Beinen haften. Die Haut war schwarz und verkohlt. Vor Schreck hätte Fayt am liebsten los geschriehen, doch er brachte keinen Ton heraus. Wie zur Hölle konnte er noch leben? Fayt riss sich von dem Anblick los und sah sich um. Was war geschehen? Fayt schüttelte Fassungslos den Kopf. Der junge Mann bekam es mit der Angst zu tun. Er richtete sich hektisch auf wobei er allerdings mehrmals wieder hin viel.
Seine Beine versagten ihm stetig wieder den Dienst. Als Fayt wieder am Boden lag, atmete er tief durch biss die Zähne zusammen und kam auf die Beine. Dann bewegte er sich langsam tiefer in den Wald hinein, wo er sich an den Bäumen abstützen konnte. Er vermied den Blick auf seinen geschundenen Körper. Es würde ihn nur in den Wahnsinn treiben. Es war einfach unmöglich. Neben einen der Bäume an welchen er vorbei kam lies er sich wieder zu Boden sinken.
Es schmerzte höllisch und er konnte einfach nicht weiter laufen. Vor ihm befand sich ein Bach.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:53 
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Sulona kam nun ebenfalls zu den beiden. Wir sollten hier verschwinden. Es wird sicher nicht lange dauern bis die alle wieder klar denken können. Der junge Mann ist sicher in den Wald geflohen. Kaum hatte sie das gesagt rannte Sailin auch schon los. Sulona seufzte kurz. Ist die immer so? Schon bei dir konnte sie nicht abwarten.Bevor Wahn etwas sagen konnte lief die schwarzhaarige gefolgt von dem Mann Sailin hinterher.
Die junge Frau rannte eine Weile durch den Wald. Plötzlich hörte sie ein Plätschern und blieb stehen. Sulona und Wahn kamen nun auch an. Kurz sah Sailin zu ihnen. Dann lief sie langsam auf die kleine Lichtung, welche sich vor ihnen auftat. Sailin keuchte auf als sie den jungen Mann neben dem Bach liegen sah. Sofort lief sie hin und kniete sich zu ihm. Ihre Kapuze zog sie vom Kopf. Geschockt sah sie was für große Schäden das Feuer an den Beinen des jungen Mannes hinterlassen hatten. Bis zu den Oberschenkeln war die Haut stark verbrannt. Auch am Oberkörper waren einige Stellen ziemlich mitgenommen. Du meine Güte, brachte Sailin hervor.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:53 
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Wahn kniete sich ebenfalls neben den Verletzten. Das sieht verdammt übel aus. Ein Wunder das er noch lebt. Wir sollten dafür sorgen das die Beine unters Wasser kommen so macht man das doch bei Verbrennungen. Ohne länger zu warten nahm er den jungen Mann einfach auf und brachte ihm zum Wasser. Dann setzte er ihn so hin das die Beine im kühlen hingen. Der junge Mann stieß einen Schrei aus und schlug nach Wahn aus. Etwas scharfes streifte ihn über den Nasenrücken und ein Stück daneben als Krallen aus den Fingern des Verletzen traten. Also kein Mensch lies Wahn nun verlauten und zog den Kopf etwas weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:53 
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Sailin schaute Wahn an. Der junge Mann hatte mehrere Kratzer im Gesicht. Kein Mensch? Du meinst er ist ein Dämon?, fragte sie kurz und kniete sich neben den jungen Mann. Hab keine Angst, sagte sie sanft zu diesem. Wir wollen dir nur helfen. Sailin zog ihren Umhang aus und fing an ihn in kleine Teile zu zerreissen. Ich verbinde jetzt die Stellen an deinen Armen und Oberkörper. Das dürfte etwas weh tun, meinte sie und fing an den jungen Mann zu versorgen. Während sie das tat zuckte er unweigerlich immer wieder zusammen.
Als Sailin den rechten Arm etwas anhob um ihn zu verbinden erblickte sie am Unterarm eine merkwürdig aussehende Verletztung. Es sah aus als sei etwas in seinen Arm geritzt worden.
Sulona trat etwas näher heran und betrachtete den jungen Mann. Ihr wurde schlecht, als sie die schlimmen Verbrennungen sah. Der Blick der jungen Frau blieb am Kopf und Gesicht des jungen Mannes haften. Diese Haarfarbe kam ihr so bekannt vor. Und auch einige Gesichtszüge des jungen Mannes. Das konnte doch nicht sein? Oder doch? Plötzlich wurde es Sulona schlagartig klar. Fayt, sagte sie noch dann wurde ihr einfach schwarz vor den Augen.
Fayt?, fragte Sailin. Die junge Frau zuckte zusammen als ein dumpfer Schlag hinter ihr ertönte. Sofort drehte sie ihren Kopf. Sulona lag bewusstlos am Boden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:53 
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Wahn sah irritiert zu Soluna. Das hat sie wohl umgehauen aber sonst immer so ein großes Mundwerk. Verstehe das wer will. Er nahm den jungen Mann wieder hoch und zog seine Beine Vorsichtig aus den Wasser. Einen weiteren Versuch auszuschlagen unterband er einfach indem er die Hand die auf ihn zukam fest hielt. Wahn setzte ihn wieder ab. Dann ging er zum Bach und tunkte ein paar Stofffetzen die Sailin gerissen hatte hinein. Diese wickelte er um die verbrannten Beine. Schließlich hob er ihn wieder auf um ihn auf eines der Pferde zu setzen. Der junge Mann kippte einfach nach vorne. Wahn schnappte sich noch Soluna und hob sie auf ihr Pferd. Er führte es an den Zügeln mit sich und setzte sich auf den Rücken des schwarzen Tieres auf dem nun auch der junge Mann lag. Zusammen mit Sailin, welche ihr eigenes Pferd ritt machte er sich auf den Weg zurück zu der Feste der Legion. Der junge Man wurde dort in ein Zimmer gebracht und Soluna ein Zimmer daneben. Da der Schwerverletzte ohne Bewusstsein war konnte man seine Beine nun ordentlich verarzten. Dann stellte man eine Wache vor seinen Zimmer auf. Sailin blieb in der Nähe. Sie wollte wohl ihre Pflicht als Hüterin nachgehen. Auch wenn diese wohl nicht mehr erwünscht war. Wahn stand etwas vor den Zimmer von Soluna und sah über eine Paar Zinnen herunter auf die Straßen der kleinen Stadt in der Feste. Was sollte nun geschehen. Sie hatten miterlebt welch grausames Schicksal Leute ereilte die sich dem Imperator widersetzten. Dann noch diese Verderbnis. Würden sie nun jagst auf Sailin und ihn machen nur für das was sie waren. Könnten sie dem ewig entrinnen? Er seufzte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:54 
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Sulona lag auf dem Bett und starrte die Decke an. Sie war also wieder in der Feste? Langsam drehte sie ihren Kopf zur Seite und schaute sich in dem Zimmer um. Es war eines für Verletzte. Die junge Frau setzte sich auf und ließ ihre Beine aus dem Bett baumeln. Kurz hielt sie sich den Kopf und starrte auf den Boden. Konnte es wirklich sein? Hatte sie ihn endlich gefunden nach all den Jahren? Wie konnte sie sicher sein? Die Haare und Gesichtszüge waren ähnlich, doch war er es dadurch auch? Sulona stand auf und lief zur Tür. Kurz starrte sie mit ausgestreckter Hand nach dem Türgriff. Sie fürchtete sich. Was wenn er es wirklich war? Man hatte ihm soetwas schlimmes angetan, während sie nur zugesehen hatte. Das könnte sie sich nie verzeihen. Doch was wenn er es nicht war? Wäre ihre Suche denn für immer erfolglos?
Sulona öffnete die Tür und wollte heraustreten, doch blieb sie in der Tür stehen, als sie Wahn an dem Fenster vor dem Zimmer erblickte. Solltest du als Wächter nicht bei deiner Hüterin sein?, fragte sie einfach, um zu verschleiern wie aufgewühlt sie eigentlich war.

Sailin sass in dem Zimmer des jungen Mannes auf einem Stuhl. Die Hüterin schaute zu dem Schwerverletzten. Sie hatte in ihrem Leben schon viel mitgemacht und gesehen, doch dies ging ihr sehr nahe. Sailin konnte ihn nicht heilen, da er anscheinend dämonisches Blut in seinen Adern hatte. Es war fast wie bei Wahn. Ihn konnte sie auch nicht heilen. Sailin seufzte und stand auf. Sie nahm das weiße zusammengefalltete Tuch von der Stirn des jungen Mannes und tauchte es in eine Wasserschüssel neben dem Bett. Kurz wringte sie dieses aus und legte es dann wieder auf die Stirn des Jungen. Zu allem Überfluss hatte er noch Fieber bekommen.
Als Sailin zurück zu dem Stuhl gehen wollte kam sie ins Schwanken. Plötzlich fühlte sie sich merkwürdig. Ihr Magen tat weh und sie war so schwach. Kurz hielt sich die junge Frau eine Hand vor den Mund als ihr schlecht wurde. Sailin ging taumelnd zu Tür. Vor ihen Augen begann alles zu verschwimmen. Was passierte da gerade? Was war nur los? Sie öffnete die Tür und trat einige Schritte heraus. Nicht weit entfernt sah Sailin Wahn verschwommen stehen. Jemand war bei ihm. Wahn. Mir geht irgendwie gar ni...., weiter kam Sailin nicht, da ihr schwarz vor Augen wurde und sie einfach nach vorne umfiel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:54 
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Ich bin doch in der Nähe sagte Wahn schulterzuckend als Soluna ihn das fragte. Sie ist in dem Zimmer bei den Verletzten. Hüterinnen kümmern sich nunmal um solche Leute. Oder taten es vor langer Zeit. Außerdem bin ich nicht dazu verpflichtet immer direkt an ihrer Seite zu sein. Ein bisschen Ruhe sollte man auch ihr gönnen. Wenn wir uns immer auf die Pelle rücken können wir uns irgendwann nicht mehr riechen, Plötzlich kam Sailin wankend heraus. Sie sagte etwas und fiel Wahn in die Arme. Der junge Mann lies sich zu Boden sinken und drehte sie um so das sie ihren Kopf an seiner Brust platzieren konnte. Dann hielt er sie fest. Er konnte etwas spüren. Ein schlagendes Herz. Kurz musste er schmunzeln. Sie lebt wieder sagte er und streichelte ihr über den Kopf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:54 
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Sulona hockte sich zu Wahn und Sailin herunter. Die schwarzhaarige Frau schaute kurz die Hüterin an und dann fragend den Wächter. Aber wie ist das möglich? Alle Hüterinnen und Wächter sind in diesem Zwischending. Weder lebend noch tot. Wie kann sie da plötzlich wieder leben? Kurz fasste Sulona der jungen Frau an den Arm. Sie war warm und nicht mehr so kalt wie vorher.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:54 
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Du fragst mich Dinge meinte Wahn. Ich befinde mich selbst in diesen Zwischending und habe keine Ahnung wie das enden soll. Es scheint sich irgendwie von alleine zu geben. Zumindest würde ich das so denken in angesichts der Tatsache was gerade mit Sailin passiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:54 
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Hey was treibt ihr hier denn?, fragte plötzlich Raven. Sulona sah auf und sah dem rothaarigen Mann dastehen. Er hatte seine Arme verschränkt und schaute zu ihnen runter. Sailin ging es nicht gut und da ist sie umgefallen, sagte die junge Frau nur und richtete sich auf. Anscheinend lebt sie wieder. Das ist doch toll. Auch wenn ich mir das schwer vorstellen kann. Schließlich sind die ganzen anderen Hüterinnen und Wächter auch noch tot. So mehr oder weniger. Der Mann nahm die Arme runter und schaute zu Wahn und Sailin runter. Wenn es ihr nicht gut geht, solltest ihr sie viielleicht mal in eines der Zimmer legen, anstatt den Gang hier zu blockieren. Plötzlich tauchte jemand hinter Raven auf und gab ihm einen Klaps auf den HInterkopf. Aua, murrte Raven und drehte sich um. Kyle stand noch immer mit der erhobenen Hand da. Der schwarzhaarige Mann schaute Raven kurz grimmig an. Lass deine blöden Sprüche. Es reicht schon wenn Sulona dies ständig tut. Hey, murrte nun Sulona. Kyle ignorierte Ravens und Sulonas Blick und ging neben Wahn und Sailin in die Knie. In einem Punkt hat er aber Recht. Wir sollten sie ins Bett legen. Ich schätze mal das sie ziemlich geschwächt sein dürfte. Es ist sicher nicht einfach vom Tot ins Leben zu wechseln. Zumal ihr seid eurer Ankunft nichts gegessen oder geschlafen habt. Brauchtet ihr ja auch nicht wirklich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:55 
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Wahn nickte und stand zusammen mit Sailin auf. Er brachte sie in ein Zimmer das Kyle im zeigte und setzte sich neben sie ans Bett. Kurz strich er ihr mit der linken Hand eine Haarsträhne aus den Gesicht. Die Rechte hatte er auf seinen Knie liegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungeborenes Land
BeitragVerfasst: 31. Okt 2014 13:55 
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Sulona hatte sich an die Wand des Zimmers gestellt und schaute zu Wahn und Sailin rüber. Die beiden sahen so vertraut miteinander aus. Die junge Frau verschränkte die Arme und schaute kurz zur Seite aus dem Fenster. Nach einer Weile schaute sie wieder zu Wahn. Ihr Blick blieb an der rechten Hand von ihm hängen. Sie war maschinell. Bisher war es ihr noch gar nicht so aufgefallen. Erst jetzt wo Sulona sie länger ansah. Bisher hatte sie gedacht das wäre ein Handschuh. Darf ich fragen dwas mit deiner Hand passiert ist?, sagte die Frau mit einem mal. Kyle, welcher noch an der Tür stand schaute nun auch neugierig zu Wahn.

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